Lüftungskonzept DIN 1946-6

Planer und Fensterlieferanten werden heute intensiv mit dem Thema Fensterlüftung konfrontiert. Wir geben Ihnen einen Überblick und unterstützen Sie bei der Erstellung von Lüftungskonzepten nach DIN 1946-6. Rufen Sie uns an unter 03 59 32 – 35 92-0 oder schreiben Sie an info@innoperform.de

Wir unterstützen beim Lüftungskonzept!

Bereits beim Austausch von mehr als 1/3 der Fenster sowie auch beim Neubau von Gebäuden muss nach der in Deutschland geltenden Wohnungslüftungsnorm DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept erstellt werden. Hier stehen Planer und Fensterlieferanten in der Verantwortung, den Bauherrn umfassend aufzuklären. In der Regel erwartet der Bauherr, dass das Lüftungskonzept mitgeliefert wird.

Bei der Erstellung von Lüftungskonzepten bieten wir Ihnen kostenlos unsere Unterstützung an. Wir beraten Sie gerne telefonisch oder bei Bedarf persönlich und besprechen mit Ihnen die Erfordernisse und Lösungsmöglichkeiten für Ihre Objekte. Zudem führen wir gerne für Sie rechnerische Auslegungen durch, um zu bestimmen, welche Anzahl an REGEL-air® Fensterlüftern zur Erfüllung der Normen benötigt werden. Für den häufigsten Planungsfall der Querlüftung steht Ihnen unser kostenloses Berechnungstool in unserem geschützten Kundenbereich zur Verfügung. Hier finden Sie auch detaillierte Planerinformationen zu Lüftungskonzepten und Fensterlüftung.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Prospekt „Lüftungskonzepte mit Fensterlüftern“.

Was ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6?

Zur Vermeidung von Schimmelschäden in Wohnungen ist ein Mindestluftaustausch bauphysikalisch zwingend notwendig. Dies fordert bereits § 6 der EnEV. Die Lüftungsnorm DIN 1946-6 definiert die Höhe dieses Luftvolumenstroms und bezeichnet ihn als Feuchteschutzlüftung. Die zentrale Forderung der DIN 1946-6 Norm besteht in der permanenten Nutzerunabhängigkeit der Feuchteschutzlüftung. Das bedeutet, dass zum Zwecke der Schimmelvermeidung eine von der Norm angegebene Mindestluftmenge zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne das Öffnen von Fenstern ausgetauscht werden muss. Aus diesem Grund wird in einem Lüftungskonzept überprüft, ob der Luftstrom über die Restundichtigkeiten der Gebäudehülle (= Infiltration) ausreicht, um die Feuchteschutzlüftung zu erfüllen. Ist das nicht der Fall, sind Lüftungstechnische Maßnahmen notwendig.

Lüftungstechnische Maßnahmen nach DIN 1946-6

Lüftungstechnische Maßnahmen können frei gewählt werden. Die Norm lässt zum einen Konzepte der freien Lüftung zu, d.h. Lösungen, die ohne Ventilatoren auskommen, weil sie Wind und Thermik nutzen. Hierzu zählen u.a. Schachtlüftungssysteme, bei denen die Abluft meist im Bad über einen thermischen Auftrieb erzeugt wird. Die Zuluft strömt z.B. über Fensterlüfter in die Wohnung nach.

Querlueftung mit UESD und REGEL-airDie am häufigsten geplante Variante der freien Lüftung ist die Querlüftung, bei der i.d.R. mehrere Fassadenseiten einer Wohnung mit Fensterlüftern ausgestattet werden. Hierbei wird die Lüftung der Wohnung ausschließlich von Wind und Thermik angetrieben, wobei die DIN 1946-6 die planerischen Grundlagen zur Auslegung der notwendigen Luftdurchlässe schafft. Sie definiert u.a. die wetterbedingten Parameter wie z.B. die mittleren Druckdifferenzen an Gebäuden in verschiedenen Regionen Deutschlands. Aufgrund dieser normativen Grundlagen wird in unserem Berechnungstool im geschützten Kundenbereich die notwendige Anzahl an REGEL-air® Fensterlüftern für die Querlüftung zum Feuchteschutz bestimmt.

Ventilatorgestuetzte Lueftung Gastherme ohne BadfensterEine weitere, nach DIN 1946-6 vorgesehene Möglichkeit für Lüftungstechnische Maßnahmen sind ventilatorgestützte Konzepte. Im klassischen Anwendungsfall werden Abluftventilatoren installiert, welche die verbrauchte Luft aus der Wohnung fördern und einen definierten Unterdruck in dieser erzeugen. Dadurch kann z.B. über Fensterlüfter Frischluft in die einzelnen Wohnräume nachströmen. Um die Anzahl an REGEL-air® Fensterlüftern zu bestimmen, die nach Norm zur Luftnachströmung notwendig sind, unterstützen wir Sie gerne mit einer rechnerischen Auslegung.

Badentlüftung nach DIN 18017-3

Wenn in Wohnungen innen liegende Bäder oder WCs vorhanden sind, muss zusätzlich zur Feuchteschutzlüftung der Wohnung noch die Entlüftung der Bäder und WCs gemäß DIN 18017-3 realisiert werden. Diese Norm hat Gesetzescharakter und fordert die Entlüftung der entsprechenden Bäder und WCs durch Abluftventilatoren. Zudem muss frische Luft in ausreichendem Umfang über die Gebäudehülle nachströmen, damit das Lüftungssystem funktionsfähig ist.

Obwohl bei diesem Konzept Ventilatoren eingesetzt werden, wird nicht die Nennlüftung nach DIN 1946-6 geplant, sondern es wird gemäß DIN 18017-3 ein Abluftvolumenstrom von 40 bzw. 60 m³/h in innen liegenden Bädern sowie die Hälfte für entsprechende WCs gefordert. Es wird also ohne Fensteröffnen weitaus weniger Luft ausgetauscht, als bei Nennlüftungskonzepten. Zur Frischluftnachströmung werden in den übrigen Räumen i.d.R. Fensterlüfter eingesetzt, die als Nebeneffekt die Feuchteschutzlüftung der übrigen Wohnung übernehmen. Dieses Lüftungskonzept wird gerade bei einseitig ausgerichteten Wohnungen in großen Mehrfamilienhäusern häufig angewendet und hat sich als gute Lösung bewährt.

In der DIN 1946-6 findet man hierzu auf S. 17 unter 4.2.1 den folgenden Verweis:

„Werden für besondere Räume je Nutzungseinheit aus anderen Gründen dauernd wirksame Abluftvolumenströme gefordert, z. B. für die Lüftung von fensterlosen Räumen nach DIN 18017-3, kann dies als lüftungstechnische Maßnahme ausreichend sein, wenn der Luftvolumenstrom zum Feuchteschutz erreicht wird und alle Räume der Nutzungseinheit hinreichend durchströmt werden.“